Herbstmarkt 2016

Das Netzwerk der Fachwarte präsentiert sich schon seit einigen Jahren mit einem Informationsstand beim Kürnbacher Herbstmarkt.

Dieses Jahr fanden die Besucher den Stand der Fachwarte nicht mehr im Ziegelstadel bei der Obstsortenausstellung, sondern vor dem Ziegelstadel.

 

Das Netzwerk der Fachwarte und Baumwarte im Landkreis Biberach e.V. nutzte die Möglichkeit den Standplatz der inzwischen aufgelösten Baumwartvereinigung zu übernehmen.

 

Herbstmarkt 2016

Die Tradition der Baumwartvereinigung mit einem kulinarischem Angebot, Steaks und Grillwürsten, die Vereinskasse aufzubessern wurde übernommen und mit dem bewährten und stets gut frequentierten Infostand des Netzwerkes verbunden.

Überregionales Fachwartetreffen

 

Das Überregionale Fachwartetreffen des LOGL fand dieses Jahr im Bodenseekreis, in Billafingen statt.

 

Die Veranstalter hatten ein interessantes Programm zusammengestellt.

Es gab die Möglichkeit den nahegelegenen Birnensortengarten Unterer Frickhof zu besichtigen. Herr Hepperle führte informativ und kurzweilig durch den Schaugarten.

Weitere gut besuchte Programmpunkte waren der Vortrag über die Lebensweise und Förderung von Wildbienen und die Exkursion zum Heinz Sielmann Weiher.

 

FW Treffen

 

Trotz des vielseitigen Programms hatten wir auch noch Zeit, um sich mit Fachwart-Kollegen aus ganz Baden-Württemberg auszutauschen.

Desweiteren konnte man sich die Obstsortenausstellung anzuschauen und sich über die Bekämpfung von Misteln informieren.

Fachwartfortbildung Sommerschnitt

 

 

Wenn ab Mitte August die zweite Phase des Triebwachstums abgeschlossen ist, und sich die Terminalknospe gebildet hat, ist der richtige Zeitpunkt für den Spätsommerschnitt.

 

Das Netzwerk der Fachwarte pflegt seit einigen Jahren Wildobstbäume welche bei Attenweiler im Fortrevier Burren stehen.

Auch dieses Jahr stand eine Folgepflege an.

 

Die Apfelsämlinge genossen alle keine Kronenerziehung, welche nun so weit dies möglich ist nachgeholt wird.

 

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Die Astrangordnung und die Erneuerung der Leitäste waren die Schwerpunkte der Fachwartfortbildung an welcher 16 Fachwarte teilnahmen.

Am Anschluss an den Schnitt der Bäume gab es ein Vesper und einen sehr, sehr feinen Apfelkuchen aus dem Backhaus mit Äpfeln der Sorte Martens Sämling, auch Griesinger genannt.

 

 

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Fachwartfortbildung: Vogelschutz in Streuobstwiesen

 

 

"Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa!"

"Für viele Vogelarten sind Streuobstwiesen überlebensnotwendige Habitate!"

 

 

Diese Aussagen kennt inzwischen fast jeder. Aber warum ist dies so? Und was kann ich als Streuobstwiesenbesitzer für die Vogelwelt tun?

Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten trafen sich im Rahmen einer Fachwart-Fortbildung am 03. August in Ochsenhausen 32 Interessierte auf der Streuobstwiese am ehemaligen Krankenhaus.

Der kreiseigene "Obstgarten" wird von zwei Fachwarten gepflegt und beherbergt den Vogelschutzlehrpfad der NABU- Ortsgruppe Ochsenhausen.

 

Als LOGL geprüfte Obstbaumpflegerin führte Claudia Klausner die Fachwarte durch den Obstgarten. Obstbaumpfleger werden für die Obstbaumpflege in Life+ Vogelschutzgebieten ausgebildet und beherrschen nicht nur den Obstbaumschnitt nach Vogelschutz-Kriterien sondern kennen auch die Habitatsansprüche der einzelnen Vogelarten.

(Habitat=Lebensraum)

09 05 06 9298 Gruenspecht Der Grünspecht ist als "Ameisenspecht" ein typischer Bewohner von Obstgärten. Seine Bruthöhlen sind begehrte Nistplätze von anderen Nachmietern wie Grauschnäpper, Kohlmeise, Blaumeise, Gartenrotschwanz, Hornissen, Siebenschläfern, Fledermäusen...

 

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Nicht nur die Baumhöhlenbewohnenden Vögel haben sehr unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum.

 

Auch die Freibrüter wie die verschiedenen Finken, die Laubsängerarten (z.B. Fitis, Zilpzalp) und viele weitere Singvögel wie der Neuntöter und der Pirol leben gerne in den strukturreichen Obstbaumbeständen.

 

Finden sie dann unter dem Baumbestand ein mageres, artenreiches Grünland sowie genügend Ansitz- und Singwarten ist die Streuobstwiese ein Überlebensraum für viele inzwischen selten gewordene Vogelarten.