Lernen zu Lehren


2015 11 12 lernen zu lehrenLernen wie man Obstbäume richtig pflegt, reicht nicht aus, wenn wir als Fachwarte auch Schnittkurse geben möchten. Deshalb ist nach dem Lernen - vor dem Lernen. 27 Teilnehmer haben am 12.11.2015 im Landwirtschaftamt Biberach die Möglichkeit genutzt um zu lernen wie sie zukünftig richtig Lehren. Unsere 2 Koordinatorinnen Claudia Klausner und Antje Beducker haben dieses Thema interessant, lebhaft und mit eigenen Erfahrungen wiedergegeben.

Mit diesen Eindrücken, was alles zu der Organisation und Durchführung eines Schnittkurses gehört, dürfen die Teilnehmer nun ihre eigenen Schnittkurse planen.

Vereine und Veranstalter, die gern einen Schnittkurs anbieten möchten, Ihnen aber ein Fachwart für die fachliche Durchführung fehlt, finden in unserer Übersichtskarte sicher einen passenden Ansprechpartner.

Herbstmarkt in Kürnbach

Auch dieses Jahr beteiligte sich das Netzwerk der Fachwarte mit einem Informationstand am beliebten Herbstmarkt im Museumsdorf Kürnbach.

Wie auch in den letzten Jahren fanden die interessierten Besucher der Obstsortenausstellung den Stand des Netzwerkes direkt neben der Ausstellung im Ziegelstadel.

Geduldig warteten die Besucher, bis jemand von den Fachwarten Zeit hatte das mitgebrachte Obst zu bestimmen.

Dies war leider oft nicht einfach, denn mancher Besucher brachte mur ein einziges Exemplar mit.

Ein weiteres Highlight des Fachwarte-Standes ist immer die Sortenverkostung von alten Obstsorten aus den Obstgärten der Fachwarte.

Braith Saft 015

Besonders beliebt waren die berühmten alten Sorten wie die Goldparmäne.

 

Manche relativ unbekannte Sorte wie Martens Sämling, Kardinal Bea oder die Köstliche aus Charneux weckte Begeisterung bei den Test-Essern und die nächste Frage war: "Wo kann ich denn einen Baum dieser Sorte kaufen?"

 

Auch wenn es aufgrund der Masse der interessierten Besucher anstrengend war und so mancher Apfel oder Birne bei der Verkostung während der Sortenbestimmung kein Vergnügen bereitete: schön wars und nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

 

Überregionales Fachwarttreffen im Museumsdorf Kürnbach

Jedes Jahr im Herbst veranstaltet der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. (LOGL) ein Treffen aller Fachwarte unseres Bundeslandes.

ZiegelstadelAm 26. September waren nun der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Biberach, die Obst- und Gartenbauakademie und das Netzwerk der Fachwarte Gastgeber im idyllischen Museumsdorf in Kürnbach.

LOGL-Geschäftsführer Rolf Heinzelmann begrüßte die fast 150 Fachwarte im Ziegelstadel und auch Kreisverbandsvorsitzender Otto Deeng und Kreisfachberater Alexander Ego schlossen sich seinen Grußworten an. Claudia Klausner, verantwortliche Organisatorin seitens des Netzwerks, erläuterte das Programm, wie zum Beispiel eine obstbauliche Führung mit Alexander Ego, Vorträge über Streuobstkartierung und bienenfreundliche Obstwiesen und Kochen anno dazumal von „Schwarzmus mit Schnitz“ in einem der alten Bauernhäuser.SchwarzMus1

Außerdem vor Ort war ein diplomierter Fachmann vom Sensenverein mit seinem Dengelmeister, die die richtige Wartung und Handhabung einer Sense theoretisch und praktisch erklärten.

Sense2

Ein Wagner bereicherte mit seinen Holz-Obstleitern und Rechen ebenso das Angebot wie der Stand mit Bienen- und Energiepflanzen, die Streuobstliebe mit leckeren Kostproben der sortenreinen Fruchtaufstriche oder der Schaumwein aus der Oberösterreicher Weinbirne – alles Ideen und Produkte aus unserer oberschwäbischen Region!

Kinder1

Premiere bei diesem Fachwarttreffen war die Kinderbetreuung durch frischgebackene Naturpädagogen der Obst- und Gartenbauakademie Biberach. Eine sehr freundschaftliche Geste waren Geschenke von zwei Fachwartvereinigungen, über die wir uns sehr gefreut haben. An solchen Tagen kann man in regem Austausch voneinander erfahren, wer nachahmenswerte Ideen schon mal ausprobiert hat, wer ähnliche Sorgen hat – kurz: eine fachliche und persönliche Begegnung unter meist ehrenamtlichen Kollegen und in lockerer Atmosphäre.

 

Auf Wiedersehen 2016 in…?

Unsere Heimat und Natur

NatureLife-International und EDEKA Südwest haben nun schon zum zweiten Mal den Wettbewerb Unsere Heimat und Natur ausgeschrieben.

Ausgezeichnet und gefördert werden Projekte, die sich mit dem Erhalt, der Schaffung, der Renaturierung und dem Schutz von Biotopen und Lebensräumen für Wildtiere und Pflazen befassen.

 

Die Jury bewertete das Netzwerkprojekt SOS Streuobstwiese als auszeichnungswürdig und unterstützt die Tätigkeitkeit des Netzwerkes mit 3000.-€.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Edekamarkt Walke in Biberach wurde den Vertretern des Netzwerkes die Urkunde und ein Scheck überreicht.

Edeka

 

 v. links nach rechts: O. Deeng (LOGL), A. Ego (Kreisfachberater), M. Mucha (Edeka), A. Beducker, W. Holderried (1. Landesbeamter), C. Klausner, H. Wilhelmi (NatureLife-International), M. Walke (Edeka BC), Ch. Brenner, A. Müller