Überregionales LOGL- Fachwartetreffen in Kürnbach

Am Samstag den 26. September findet im Bauernhofmuseum Kürnbach das Überregionale Fachwarte- Treffen statt.

Das Netzwerk der Fachwarte als Mitveranstalter freut sich auf den Besuch von vielen Fachwart-Kollegen aus ganz Baden- Württemberg.

 

Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung beim LOGL:  www.logl-bw.de

 

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Biene und Jakob- der schöne vom Oberland und die süße Verführung

Im Rahmen der landesweiten Streuobsttage veranstaltete das Netzwerk der Fachwarte am 09. Mai 2015 die geführte Streuobstwiesenwanderung "Biene und Jakob".

Wie schon im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung gemeinsam mit der Imkerei Kästle in Grafenwald statt.

Die bekannteste Oberschwäbische Apfelsorte, der Jakob Fischer  ist auch unter dem Namen "Der Schöne vom Oberland" bekannt.

Dessen Blüten sind nicht nur für die Honigbiene eine unwiederstehliche Nahrungsquelle.

 

Bei schönstem Muttertagswetter nahmen rund 50 Streuobstinteressierte an der geführten Wanderung teil. Zur selben Zeit hatten rund 20 Kinder viel Spass beim Kinderprogramm.

 

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3. Netzwerktreffen der Fachwarte im Landkreis Biberach

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Bei der traditionellen Vorstellungsrunde zu Beginn wollten die Koordinatoren wissen, was für die Fachwarte das Netzwerk bedeutet. Dabei wurde sehr oft die vereinsähnliche Gemeinschaft unter netten Gleichgesinnten ebenso genannt, wie der fachliche Austausch und die Motivation, weiter am grünen Thema dran zu bleiben.Nach einem Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten 2014/2015 in Bildern kündigten die Koordinatoren die in 2015 anstehenden Ereignisse an – alle auch auf der Homepage unter ‚Termine‘ nachzulesen – ein Highlight wird dabei das Überregionale Fachwartetreffen am 26. September in Kürnbach.

Das Netzwerk wächst und die Organisation der Veranstaltungen des Netzwerks bedeuten immer mehr Aufwand. Deshalb riefen die Koordinatoren dazu auf, Teams zu bilden, die selbstständig einzelne Termine und Aufgaben in die Hand nehmen. Erfreulicherweise meldeten sich einige Freiwillige.

Ein sehr wichtiges Thema für die Identität und Zukunft des Netzwerks ist die Frage, ob aus dem losen Zusammenschluss ein eingetragener Verein werden soll. Die Koordinatoren sahen besonders den Versicherungsschutz während einer Schnittveranstaltung über eine Vereinsgründung geregelt. Aber auch das Einwerben von Geldern und die gesamte Außenwirkung des Netzwerkes würden durch eine Vereinsgründung verbessert.

Eine ausgiebige Diskussion dazu führte in einer Abstimmung zu dem einstimmigen Tenor, dass eine Vereinsgründung gewünscht ist, für welche die Koordinatoren einen Satzungsvorschlag erarbeiten werden und dann zu einer Gründungsveranstaltung einladen.

Mit dem Dank an die Fachwarte für Ihre zurückliegende Mitarbeit und Unterstützung endete die Versammlung, trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit blieben aber noch Einige für nette Gespräche beisammen.

Fortbildung Erziehungsschnitt an Jungbäumen

Man kann nicht oft genug betonen, wie wichtig eine gute Pflege und Erziehung in den ersten Lebensjahren sind...

 ... nein, wir sprechen hier nicht von Menschenkindern, sondern von "Baum-Kindern" - dennoch sind Parallelen erkennbar!

 

Auf einer Wiese in Stafflangen mit einigen 2012 nachgepflanzten Hochstämmen gingen die Fachwarte zunächst theoretisch auf die wichtigsten Punkte in der Kindheit eines Obstbaumes ein:

Wühlmauskorb bei der Pflanzung (verzinkt vs. unverzinkt)

Düngung - von Nichts kommt Nichts

Baumscheibe  - die ersten Jahre frei von Bewuchs halten (in der Größe des Pflanzloches)

Stammschutz - Weißanstrich als Vorbeugung vor Frostrissen und Rindennekrosen

 

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Die Anwendung des mitwachsenden Stammanstrichs Arboflex konnte hier ausprobiert werden: die noch glatte Rinde nahm die gelbe, relativ flüssige Grundierung gut an. Nur an einem Baum mussten vorher Flechten abgerubbelt werden. Nach dem Trocknen wurde die weiße "Pampe" bis zum Anstatz der Leitäste aufgetragen. Die Verarbeitbarkeit von Arboflex war sehr gut, die Fachwarte können sich nun selbst ein Bild machen, wie haltbar, mitwachsend und gut es für Jungbäume ist.

 

Neben dieser allgemeinen Baum-Wellness stand natürlich der Erziehungsschnitt auf dem Plan:

3 Leitäste im richtigen Winkel, kein flaches Ableiten der Leitäste nach außen, keine Gabelverzweigungen, keine zu frühen und zu dicken Fruchtäste, ...

Anschneiden der Leitäste auf Saftwaage, die Mitte im Gegenwinkel entsprechend höher.

 

Bei der Gelegenheit wurde der Aspekt des Umkehrauges aus dem Öschbergschnitt nach Palmer erläutert und anhand der Wachstumsgesetze und Beobachtungen durchgedacht. Das Anschneiden auf Umkehrauge gründet auf der Erfahrung, dass oft das 2. Auge unterhalb des Schnitts am stärksten austreibt, da das oberste Auge unter der Verdunstung am Schnitt leidet.

Somit achtet man darauf, dass das Auge in der gewünschten Richtung, das 2. Auge ist. Der neue Trieb daraus ist meist kräftig und steil, wird aber von dem Trieb des Innenauges "nach außen in den richtigen Winkel gedrückt". Im Jahr darauf wird in diesem Fall der innere Trieb dann ganz entfernt.

 

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Auf welches Auge auch immer - wichtig ist ein konsequenter Schnitt in den ersten 5 Jahren, damit ein Obstbaum eine kräftige und statisch tragfähige Krone bildet, um die tonnenschwere Last an Obst später tragen und ausreifen zu können ohne dass Äste gestützt werden müssen oder gar ein Ast abreißt. 21 Fachwarte vertieften diese Punkte dann beim praktischen Schneiden und verinnerlichten durch diese Übung das Bild eines jungen Baumes in den ersten Jahren nach der Pflanzung.

 

Das verdiente Abschluss-Vesper wurde dann wegen Regens spontan in eine Garage verlegt, wo die Fachwart noch einige weitere Fragen diskutierten.