Neuer Obstlehrpfad in Wilflingen

AnspracheKreisfachberater Alexander Ego hatte zum Pflanzen Fachwarte des Netzwerks um Unterstützung gebeten, die die Ausbildung an der Obst- und Gartenbauakademie Biberach gemacht hatten. Unter den ortsansässigen Pflanzwilligen waren aber auch Fachwarte, die im näheren Nachbarlandkreis Sigmaringen ihre Prüfung abgelegt hatten. Gemeinsam leiteten sie die zahlreichen Helfer, u.a. aus dem Kreis des Albvereins, fachgerecht an. Der rege Austausch über Pflanzschnitt, Wühlmausdraht oder wie tief der Baum gepflanzt werden soll, zeigte, dass hier allgemein keine Neulinge am Werk waren.
Auch "Baumwart-VIP" Helmut Spohn ließ es sich nicht nehmen, persönlich sein erfahrenes Auge auf die Sache zu werfen und gab dabei auch gerne sein Wissen weiter. Dass in Wilflingen die Welt aus Streuobstwiesen-Sicht noch in Ordnung ist, konnte man ringsum sehen: alte Obstbäume so weit das Auge reichte, deren Pflegezustand allerdings auch alles andere als wünschenswert ist.

Da haben die Wilflinger Fachwarte alle Hände voll zu tun. Flyer und Adressen wurden ausgetauscht und somit
weiter am Fachwart-Netz geknüpft, unser Landkreis ist schließlich groß.

Abschlussprüfung erfolgreich bestanden

Das Netzwerk freut sich, 31 neuen Fachwart-Kollegen zur bestandenen Prüfung gratulieren zu dürfen.
Vergangenen Freitag kam Rolf Heinzelmann, Geschäftsführer des LOGL (Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft
Baden-Württemberg e.V.) zum 3. Mal aus Stuttgart angereist,um den Fachwart-Absolventen in Biberach die schriftliche und
 mündliche Prüfung abzunehmen. Am Abend dankte dann auch die 1. Landesbeamtin, Stefanie Bürkle, allen Teilnehmern und den
 Ausbildern und Referenten des 3. Kursjahres, verbunden mit der Hoffnung, dass sie sich nun praktisch im Landkreis für den Erhalt der Streuobstwiesen und damit unserer obeschwäbischen Kulturlandschaft einsetzen. Nach der Übergabe der Urkunden
bewiesen die Fachwarte auch beim Feiern ihre Qualitäten. Ihr besonderer Dank galt dem Leiter der Obst- und
Gartenakademie und Organisator der Fachwartkurse, Alexander Ego, der wieder sehr motivierend auf die Teilnehmer
einwirkte. Ego wird am 9. November 32 neue Anwärter begrüßen und die Anmeldeliste für den 5. Kurs, der im Herbst 2013 beginnt,
ist schon zur Hälfte voll.Gruppenfoto 3. Fachwartlehrgang C-Edwin Schuler klein

Netzwerk unterstützt Pflanzaktion in Kirchberg

Pflanzschnitt1 kleinUnter der fachlichen Anleitung von Fachwarten des Netzwerks pflanzten Kirchberger Bürger vergangenen Samstag über 30 Obst-Hochstämme auf einer gemeindeeigenen Wiese an der Erolzheimer Straße.
Wie tief und groß muss das Pflanzloch gegraben werden? Auf welche Seite des Baumes kommt der Pfahl? Warum muss ich von den wenigen Ästen auch noch die meisten abschneiden? Und wie binde ich meinen Baum an? Antworten auf diese Fragen und praktische Tipps gaben die vier Fachwarte gerne weiter. Mit dem fachgerechten Pflanzen eines Baumes allein ist es aber nicht getan. Eine tragfähige Krone durch den richtigen Erziehungsschnitt aufzubauen ist in den kommenden Jahren das Hauptaugenmerk und die Fachwarte versprachen den Kirchberger Initiatoren auch dabei ihre Unterstützung.

Fachwarte inmitten der Obstsortenausstellung

StandErstmals waren die Fachwarte für Obst und Garten durch das Netzwerk beim Kürnbacher Herbstmarkt verteten.

Dabei waren sie im und um den Ziegelstadel in bester fachlicher Gesellschaft: die Baumwartvereinigung

sorgte wie gewohnt für das leibliche Wohl, die liebevolle herbstliche Dekoration und demonstrierte mit einer Presse die Verarbeitung von Äpfeln zu Saft. Daneben dengelte ein Fachwart Sensenblätter, damit die Wiesen unter Obstbäumen auch im kommenden Jahr gemäht werden können.

Die Fachwarte des Netzwerks empfingen im Ziegelstadel die, trotz des schlechten Wetters, zahlreichen Besucher mit einem Wissenquiz zum Thema Obstbaum und informierten über die Fachwartausbildung. Mit selbstgemachtem Löwenzahnblütengelee oder Birnen-Chutney als Tipp zur Verwertung einer erfolgreichen Ernte überraschten die Fachwarte ebenso wie mit Holunderlikör oder Apfelkeksen für erfolgreiche Quiz-Rater.

 

Beratung

 

Die verschiedenen Fragen der Interessierten ließen schließen, dass es in Oberschwaben glücklicherweise noch viele Menschen gibt, die ihre Streuobstwiesen erhalten, neue Bäume pflanzen wollen und den Wert eines eigenen Obstbaumes und seiner Früchte ebenso wertschätzen wie die Baum- und die Fachwarte. An diesem Sonntag konnten die engagierten Fachwarte viele Menschen beraten und durch den neuen Flyer informieren, wo sie in Zukunft auch praktische Hilfe bekomme. Der Eine oder Andere meldet sich, durch die Begeisterung der Fachwarte angesteckt, vielleicht selbst zum nächsten Fachwartkurs 2013/14 bei der Obst- und Gartenbau-akademie Biberach an. Bis dahin sind 32 weitere Fachwarte ausgebildet und verstärken hoffentlich das Netzwerk, damit im ganzen Landkreis die Obstbäume und ihre Besitzer eine Zukunft haben.