Fachwarte inmitten der Obstsortenausstellung

StandErstmals waren die Fachwarte für Obst und Garten durch das Netzwerk beim Kürnbacher Herbstmarkt verteten.

Dabei waren sie im und um den Ziegelstadel in bester fachlicher Gesellschaft: die Baumwartvereinigung

sorgte wie gewohnt für das leibliche Wohl, die liebevolle herbstliche Dekoration und demonstrierte mit einer Presse die Verarbeitung von Äpfeln zu Saft. Daneben dengelte ein Fachwart Sensenblätter, damit die Wiesen unter Obstbäumen auch im kommenden Jahr gemäht werden können.

Die Fachwarte des Netzwerks empfingen im Ziegelstadel die, trotz des schlechten Wetters, zahlreichen Besucher mit einem Wissenquiz zum Thema Obstbaum und informierten über die Fachwartausbildung. Mit selbstgemachtem Löwenzahnblütengelee oder Birnen-Chutney als Tipp zur Verwertung einer erfolgreichen Ernte überraschten die Fachwarte ebenso wie mit Holunderlikör oder Apfelkeksen für erfolgreiche Quiz-Rater.

 

Beratung

 

Die verschiedenen Fragen der Interessierten ließen schließen, dass es in Oberschwaben glücklicherweise noch viele Menschen gibt, die ihre Streuobstwiesen erhalten, neue Bäume pflanzen wollen und den Wert eines eigenen Obstbaumes und seiner Früchte ebenso wertschätzen wie die Baum- und die Fachwarte. An diesem Sonntag konnten die engagierten Fachwarte viele Menschen beraten und durch den neuen Flyer informieren, wo sie in Zukunft auch praktische Hilfe bekomme. Der Eine oder Andere meldet sich, durch die Begeisterung der Fachwarte angesteckt, vielleicht selbst zum nächsten Fachwartkurs 2013/14 bei der Obst- und Gartenbau-akademie Biberach an. Bis dahin sind 32 weitere Fachwarte ausgebildet und verstärken hoffentlich das Netzwerk, damit im ganzen Landkreis die Obstbäume und ihre Besitzer eine Zukunft haben.

Selbst gemachter Apfelsaft schmeckt besser

 

OBSTMUEHLE„Welches Obst wächst bei uns in der Region?“, fragt Schulsozialarbeiterin Claudia Klausner die aufmerksamen Erstklässlern der Braith-Schule in Biberach. Auf der Streuobstwiese der Bürgerstiftung haben sich vergangenen Freitag 38 Schüler versammelt, um beim „Klassenzimmer im Grünen“ aktiv mitzuarbeiten. „Kinder sind gerne im Freien, können sich hier austoben und dabei noch etwas lernen“, sagt Eva-Maria Dünkel, Leiterin des Projekts Streuobstwiese. Auf dem Plan steht: Apfelsaft selbstgemacht.

Dazu sammeln die Grundschüler fleißig Äpfel, die sie anschließend in einer großen Wanne waschen. Und dann ist Körpereinsatz gefragt. Während die Streuobstpädagogin Klausner und die Klassenlehrerinnen Sandra Kohlhepp und Kathrin Thull die Obstmühle festhalten, wird das Rad von sich abwechselnden Kinderhänden bedient und das Obst zerkleinert. Damit sich keiner verletzt, schiebt immer ein Schüler die Äpfel mit einem Stock in das Mahlwerk der Mühle nach. Im nächsten Schritt wird aus den Fruchtstücken Apfelsaft gepresst. Mit einem verlängerten Hebel geht nun ein Kind um die Apparatur herum, und drückt somit den sich senkenden Deckel herunter, bis der letzte Tropfen in das Gefäß fällt. „Auch wenn es ein Aufwand ist und nicht all zu viel Saft dabei herauskommt, so verstehen die Kinder doch, wie man Obst verarbeitet“, sagt Klausner, die mit der Idee des Unterrichts im Freien, auf die Schule zukam.

Fragen wie, was wohl die Menschen früher machten, als es noch keinen Supermarkt gab, eröffnete den Schülern außerdem den Blick in einen Alltag, den sie so nicht kennen. Eine gute Grundlage für die kommende Projektwoche, in der sich die Braith-Schüler mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftigen.

Spielerisch die Natur kennen zu lernen, sei wichtig für Kinder, meint die Pädagogin von Jugend aktiv und freut sich über die rege Begeisterung der Schüler, die schon die nächste Ladung Äpfel in die Obstmühle füllen.

(Erschienen: SZ am 09.10.2012 09:55; Foto: Reimold)

Die Apfelernte im Landkreis ist in vollem Gange

Auf den Stafflanger Ausgleichsflächen sind die vier Fachwartinnen fleißig dabei, die reifen Äpfel zu ernten. Dabei kamen bis heute etwa 2000 kg zusammen, die bei der Mosterei Steigmiller-Lutz in Ummendorf zu Landkreis-Bio-Apfelsaft gepresst werden. Bei so viel Begeisterung und Eifer muss der ja dann gut schmecken!1

80 Jahre Baumschule Haid

KinderBeim Jubiläum und Tag der offenen Tür der Baumschule Haid in Ingerkingen war das Netzwerk der Fachwarte mit einem Stand vertreten.
Trotz bescheidenem Wetter war das Interesse der Besucher groß.
Besonders bei den kleinen Besuchern kamen das eigenhändige Pressen von Apfelsaft und die Apfelschälmaschine sehr gut an.
Dabei möchte sich das Netzwerk bei der Baumschule Haid bedanken, dass wir unter den Ausstellern sein durften und auch beim
Obstbaubetrieb Otto Fürst aus Hundersingen für die Tafelobst-Spende.