Mittelbiberach - 0°C - Nebel, die Frisur hält. Gemäß diesem alten Werbeslogan trafen sich 16 Fachwarte zur Fortbildung Altbaumschnitt. Ort des Geschehens war eine Streuobstwiese zwischen Reute und Mittelbiberach mit über 150 Altbäumen. Die Bäume stehen mit 6m relativ eng und sind bedingt durch den engen Stand sehr hoch. Der Vitalitätszustand der Bäume ist sehr heterogen. Insgesamt also optimale Ausgangsbedingungen um das theoretische Wissen über den Altbaumschnitt nun am Objekt anwenden zu können. Antje Beducker rief nochmals das generelle Vorgehen beim Altbaumschnitt in Erinnerung. Wichtigste Erkenntnis: nicht ran an den Baum und sofort losschneiden, sondern den Baum anhand von Vitalität, Standfestigkeit und Nutzbarkeit bewerten und aufbauend auf dieser Analyse die zu treffenden Schnittziele definieren. Antje Beducker erzählte weiter, dass die Obstwiese im Rahmen des Streuobstwiesenkonzepts Baden-Württemberg gefördert wird und in diesem Jahr 60 Bäume geschnitten werden müssen. Ein Teil dieser Bäume war markiert und sollte von den anwesenden Fachwarten geschnitten werden. In Zweiergruppen verteilten sich die Fachwarte auf die Bäume und begannen mit der Arbeit.

 

Wie bei jeder Fortbildung des Netzwerkes, war auch dieses Mal kulinarisch was geboten. So gab es bei einer kurzen Kaffeepause, der närrischen Jahreszeit geschuldet leckere Fasnetsküchle, selbst gemacht von den Pächtern der Streuobstwiese. Nach getaner Arbeit wurden dann alle Fachwarte mit einem deftigen Vesper verwöhnt.