Feuerbrand: auf Anzeichen beim Baumschnitt achten!

feuerbrand 011Beim Winterschnitt an einem Birnbaum der Sorte Oberösterreicher fielen mir ,vorallen im oberen Kronenbereich pechscharze Partien auf. Teile des ein- und zweijährigen Holzes waren schwarz. Ein großer Teil der Triebspitzen war jedoch normal. Ein Probe von diesem Holz zeigte ich unserem Kreisfachberater, Herrn Ego. Seine Diagnose war Feuerbrand. Da auch die anderen Birnenbäume auf den angenzenden Ausgleichsflächen sog. Canker aufwiesen, mußten 11 mehr als 30 jährige Birnenbäume gefällt werden. Canker sind kranke Stellen der Rinde (Rindenbrand) welche entweder anzeigen, dass der Baum an dieser Stelle infiziert wurde, bzw. Symptome dafür sind, dass der ganze Baum schon vom Bakterium durchdrungen ist (Birne,Quitte). Die befallenen schwarzen Zweige zeigten keine Feuerbrandtypische krückstockartige Krümmung.

Feuerbrand2 001 Im Rahmen der LOGL-Baumpflegetage schnitt eine Gruppe Fachwarte in Bad Schussenried-Otterswang sieben alte Apfelbäume. Von diesen waren 3 ebenfalls mit Feuerbrand infiziert. Wie auf dem Foto eindeutig zu erkennen ist, erfolgte die infektion über die Blüte. Das dunkle, eingesunkene und auch teilweise rissige Holz sind die sogenanten Canker.

Befallenes Holz muss unbedingt ausgeschnitten werden, da es potentielle Infektionsherde sind! Herrschen im Frühjahr die passenenden Temperaturen wird das Bakterium aktiv und duch Wind und Insekten weiterverbreitet.

Der Apfelbaum kann duch einen beherzten Rückschnitt ins gesunde Holz gerettet werden, bei Birnen und Quitten ist ein Fällen des Baumes die einzige Möglichkeit eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Bei Anzeichen einer möglichen Infektion muss zügig gehandelt werden. Fragen Sie im Zweifel den Kreisfachberater Herrn Ego oder einen erfahrenen Fachwart oder Baumwart um Rat.

92. Jahreshauptversammlung der Baumwartvereinigung

 Am 28.02.2013 fand im Rahmen der Baumschneidetage der Baumwartvereinigung die 92. Jahreshauptversammlung der Baumwartvereinigung statt.Die Baumwartvereinigung des Landkreises Biberach ist inzwischen eine der ältesten in Baden-Württemberg. Im vollbesetzen Tanzhaus begrüsste der Erste Vorsitzende Franz Weiss die anwesenden Baumwarte. Mehr als 30 Fachwarte sind inzwischen Mitglieder der Baumwartvereinigung.

Tagesordnungspunkte waren unter anderen der Jahresrückblick, die Vorstellung des Netzwerkes Fachwarte und der Kassenbericht. Weitere Themen waren das Jahresprogramm 2013: die Lehrfahrt des KOV (Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine), der 8. Baumwarttag am 15. September 2013 (Lehrfahrt zum Obstbaulehrpfad in Frickenhausen und Besuch der Hohensteiner Hofkäserei), sowie der Kürnbacher Herbstmarkt.

Karl Haid wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung aufgrund des 80sten Geburtstages die Ehrenmitgliedschaft in der Baumwartvereinigung verliehen. Der Seniorchef der Baumschule Haid ist seit 60 Jahren aktives Mitglied in der Baumwartvereinigung. Im Anschluß waren alle Mitglieder zu einem gemeinsamen, schwäbischen Vesper in der Kürnbacher Versperstube eingeladen.

Es gibt nichts gutes - ausser man tut es!

 

Unter diesem Motto ruft der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden Württemberg e.V. (LOGL) die 6. landesweiten Streuobstpflegetage aus.

 

Seit Jahren wird über den Erhalt der Streuobstwiesen viel geredet und geschrieben. Mit den Landesweiten Streobstpflegetagen möchte der LOGL deutlich machen,m dass viele Obst- und Gartenbauvereine seit Jahren in der Streuobstwiesenpflege aktiv sind und nachhaltig zum Erhalt dieser wertvollen Kulturlandschaft beitragen. Bei der letztjährigen Aktion wurden nahezu 10.000 überwiegend ältere Obstbäume geschnitten.

 

Auch das Netzwerk der Fachwarte im Landkreis Biberach beteiligt sich dieses Jahr an den Streuobstpflegetagen:

Folgende Termine wurden gemeldet:

 

01.März: Obstbaumschnitt auf der Streuobstwiese der Biberacher Bürgerstiftung (Ansprechpartner:Claudia Klausner),

Interessierte sind herzlich eingeladen!

08. März: Obstbaumschnittaktion im Rahmen der Fachwartfortbildung Winterschnitt in Otterswang

22. März: Kurstreffen des 2. Fachwartkurses mit Schnittaktion bei Biberach- Bergerhausen/Hagenbuch

 

Lernen zu Lehren: Teil 2

Schon während der Fachwartfortbildung Lernen zu Lehren wurde der Wunsch nach einer Fortsetzung um das erlernte zu üben und zu vertiefen geäußert. Am 18. Januar trafen sich bei winterlichen Wetterverhältnissen 12 Fachwarte, um die Durchführung eines Schnittkurses  praktisch zu üben. Nach einer kurzen Wiederholung der Elemente eines Schnittkurses wie u.a. Schnittregeln, Schnitttechnik und Baumansprache teilten sich die Fachwarte in Kleingruppen auf. Neben dem "Durchspielen"eines Schnittkurses wurde natürlich auch gemeinsam gesägt und geschnitten und über die notwendigen Eingriffe diskutiert.

Am Ende des Nachmittages lag dann jede Menge Schnittgut im Schnee, und alle hatten sich zum Abschluss eine Stärkung im Warmen verdient.